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Teiglings- und Pizzawerke

Es wurden mehrere Teiglingswerke zu einem Anlagenbeispiel mit den wesentlichen Hauptbaugruppen zusammengefasst.

Meist werden Groß-, Mittel- und Kleinkomponenten in zentrale Wiegestationen gefördert. Die Mittelkomponenten werden vorwiegend als Big-Bags, Mischsilos oder Sackeinschüttstationen (= Tagessilos) ausgeführt. Die zentralen Wiegestationen beschicken jeweils zwei automatische Knetstationen.

Als Flüssigkomponenten werden zumeist Wasser, Roggensauer, Weizenvorteig, Aromasauer, Flüssighefe aus Containern und Öl aus Containern in die automatischen Knetstationen gefördert.

Die Steuerung erfolgt online über Rezeptcomputer und auch durch automatische Rezeptwiederholung inkl. Knetersteuerung.

Auch Biolinien sind meist in das Konzept der Teiglingswerke integriert.


Automatisierungsziele

1. Meist sollen auf 2 bis 3 Zielstellen wie Brot-, Kleingebäcksund Biolinie alle benötigten Rohstoffe automatisch dosiert werden. Neben den vielen automatisch zu dosierenden Rohstoffen sollten noch weitere Rohstoffe wie Oliven, Rosinen, Nüsse etc. über online verbundene Handzutatenwaagen mitgesteuert und registriert werden.

2. Die angelieferten Rohstoffe sollen über Probenehmer und Mengenbilanz kontrollierbar sein.

3. Die Rohstoffanlieferung, Lagerung, Transport und Verarbeitung soll hygienisch und weitgehend staubfrei sein.

4. Mittelkomponenten wie Körner, Schrotmehl, Mixmehl werden über Trevira Big-Bag Säcke angeliefert und je nach Bedarf in die automatischen Big-Bag Förderstationen per Kran oder per Stapler eingehängt.

5. Der 3-Stufen-Roggensauerteig, der Weizenvorteig sowie Quell- und Brühstücke sollen vollautomatisch nach eigenem Rezept erzeugt werden.

6. Die Biolinie soll als getrennte Linie kontaminierungsfrei arbeiten.

7. Die Aromasauerteigerzeugung soll computergeführt und qualitätskontrolliert sein.

8. Die Hefe- und Öldosierung soll aus angelieferten Containern umschaltbar ausgeführt sein und direkt in die Kneter automatisch dosieren.

9. Die Teigtemperatursteuerung soll die Teigqualität sichern.

10. Eine Rohstoff- und Rezeptverfolgbarkeit soll auch von den Büros aus gegeben sein, mit Auswertungen und Statistiken


Automatisierungsbausteine

Lagerung 1: Die Großkomponenten bestehen aus mehreren Silos in verschiedener Ausführung (siehe Beispielfotos). Die Silosbefinden sich im Rohstofflagerraum nach ATEX-Vorschriften.Die Siloauflockerung und Mehlförderung erfolgt pneumatisch über Gebläse vom Maschinenraum aus. Die Silobefüllung erfolgt über Vorsiebe und einen Tankwagenarmaturenschrank an der Gebäude-Außenwand und über Silobefüllrohrleitungen mit Überfüllsicherung einzeln verlegt mit Probenehmer.

Lagerung 2: Die Mittelkomponenten bestehen meist aus Big-Bag oder Sackeinschüttstationen. Die Stationen sind an die Zentralabsaugung angeschlossen. Die Auflockerung und der Materialtransport zu den Abnahmezielstellen erfolgt pneumatisch über Gebläse vom Maschinenraum aus.

Lagerung 3: Die Kleinkomponenten bestehen in der Regel aus 2 Zutatenautomaten Compo 4000 mit mindestens je 14 Zutatenbehältern und je 400 Liter Fassung für Salz, Backhilfsmittel, Körner,Gewürze, Zucker etc. Die Compos sind aus Edelstahl. Die Verwiege- und Austragungsleistung beträgt 12 Chargen/h pro Linie. Die Compofilter bestehen aus Aufsatzfiltern. Die Compos befinden sich im Rohstofflagerraum nach ATEX. Die Kleinkomponentenförderung erfolgt pneumatisch über Gebläse vom Maschinenraum aus. Die Compobefüllung erfolgt über einen „Rohrbahnhof“mittels Sackeinschüttung. Die Sackeinschüttung ist an die Zentralabsaugung angeschlossen.

Mehl-Zutatenförderung: Die Mehlförderung besteht meist aus einer Förderlinie zur Brotaufbereitung mit Abzweigung zu den Sauerteig- und Vorteigmaschinen und zu deren automatischen Mehlbefüllung. Eine weitere getrennte Mehlförderlinie führt zur Bioabnahmezielstelle. Die nächste Mehlförderlinie führt zur Kleingebäcksabnahmezielstelle. Die weiteren Mittelkomponenten- und Kleinkomponentenförderlinien führen ebenfalls zu den Brot- und Kleingebäcksabnahmezielstellen sowie als getrennte Linie zur Bioabnahmezielstelle. Alle Mehl- und Zutatenförderlinien sind pneumatisch wegen der Hygiene. Die Rohrleitungen sind aus Edelstahl. Nach den Silos sind jeweils Rohrsiebmaschinen eingesetzt.

Lagerung-Produktion: Die Vorteigproduktion und Lagerung besteht aus mehreren Europro-Sauerteigmaschinen für automatischen 3-Stufen-Roggensauerteig Fassung je 2.500 Liter. Weiters Weizenvorteigmaschinen Fassung 2.500 Liter, Quell- und Brühstücktanks mit automatischer Dosierung. Aromasauerauflöser 600 Liter mit Aromasauerlagerbehälter gekühlt mit 600 Liter. Weiters werden die Hefecontainer im Kühlraum gelagert. Alle Flüssigmaschinen sind mit automatischem Reinigungsprogramm ausgestattet. Hefe- und Weizenvorteigrohre werden über ein Wasserspülsystem automatisch gereinigt. Die Ölcontainer und Dosieranlage ist im gleichen, eigenen Lagerraum für Flüssigkomponenten eingebaut.

Flüssigkeitsdosierung: Wassermisch- und Dosiergeräte für Warm-, Kalt- und Eiswasser sind den Zielstellen Brot, Kleingebäck und Biolinie zugeordnet. Ein weiteres Gerät dient der automatischen Wasserzuführung für die Vorteigmaschinen sowie der automatischen Reinigung mit Heißwasser. Roggen- und Weizenvorteig, Quell und Brühstücke werden auf die Kneterzielstellen der Linien dosiert. Öl und Hefe werden ebenfalls automatisch auf die oben angeführten Kneterzielstellen dosiert.

Verwiegung: Die Verwiegung von Mehl-, Mittel- und Kleinkomponenten erfolgt in Behälterwaagen mit Jetfilter. Die Waagen werden pneumatisch befüllt. Fassung zwischen 80 – 150 kg. Die Waagen befinden sich über den Knetern mit Ablaufrohrleitung und Abzweigung meist zu 2 automatischen Knetstationen mit Staubabsaugung. Für spezielle Zutaten wie Rosinen, Gewürze, Nüsse, Fett, Eis etc. hat jede Zielstelle eine durch den Rezeptcomputer geführte online-Handzutatenwaage. In den Handzutatenverwiegetischen sind Kleinstzutatenbehälter integriert.

Entstaubung: Zentralabsaugstationen mit Jetfilter saugen aus den Absaugstellen über den Knetern der Zielstellen einstellbar den Staub. Ebenso sind die Sackeinschüttstationen, Big-Bags und die Vorteigmaschinen sowie die Zutatenautomaten an die Staubabsaugung angeschlossen.

Steuerung: Die Laststeuerung der Anlage ist dezentral in mehreren Schaltschränken ausgeführt. Als Software wurden verschiedene Arten von Programmen eingesetzt. Je nach Bedarf wurden hauptsächlich Touchscreen-Kommandostellen in 15“ ausgeführt mit Büroverbindung und Fernmeldung sowie Fernwartung.


Fotos


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